Siegfried Kracauer Preis 2015

 

Preisträgertext von Andreas Busche:

Zurück in die Zukunft

 

Preisträgertext von Toby Ashraf:

Tophilia

 

 

Stipendiat Sven von Reden

Filmkritiken:

September 2015 - Maidan

Oktober 2015 - Alles steht Kopf

November 2015 - El Club

Dezember 2015 - Love

Januar 2016 - Hateful 8

Februar 2016 - Francofonia

März 2016 - Der Wert des Menschen

April 2016 - Chevalier

Mai 2016 - A Bigger Splash

Juni 2016 - High Rise

Juli 2016 - Seefeuer

Juli 2016 - Toni Erdmann

 

Essays:

Essay #1 - Der Verlust der physischen Realität

Essay #2 - Auf dem Weg zum totalen Film

 

München, 27.06.2015

MFG Filmförderung zeichnet Andreas Busche und Toby Ashraf für die „Beste Filmkritik“ aus und vergibt ein Stipendium an Sven von Reden

 

Die Preisträger 2015Erstmalig haben der Verband der deutschen Filmkritik (VdfK) und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg ihren Preis für Filmkritik im Rahmen des Filmfests München verliehen. Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Am heutigen Abend wurden in der Kategorie „Beste Filmkritik“ ex aequo die Journalisten Andreas Busche und Toby Ashraf ausgezeichnet. Ersterer erhält den Preis für seinen in der Zeitschrift epd Film (Nr. 3.2014) veröffentlichten Essay „Zurück in die Zukunft“. Der Preisträgertext von Toby Ashraf erschien unter dem Titel „Tophilia“ im sissy-Magazin (30.10.2014). Beide Gewinner teilen sich das Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Das Stipendium für das Jahr 2016 erhält der Kritiker Sven von Reden. Die monatlich ausgezahlten 1.000 Euro sind an die Erstellung von 12 Filmkritiken sowie das Erarbeiten von drei kritischen Essays gebunden, die sich mit dem Thema „Zukunft des Kinos“ beschäftigen. Die Preisübergabe fand im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Black Box im Gasteig in München statt.

Mit der Auslobung eines Preises für Filmkritik setzt die MFG Filmförderung ihre Initiative zur Stärkung der deutschen Kinolandschaft fort. „Wir wollen herausragende Filmkritiken fördern, die sich wirklich mit einem Film auseinandersetzen und den Zuschauer dadurch ermuntern, dies auch zu tun“, erklärte MFG-Geschäftsführer Prof. Carl Bergengruen anlässlich der Verleihung.

Die diesjährige Jury bestand aus Cristina Nord, taz-Filmredakteurin und Gewinnerin des Siegfried Kracauer Preises 2013, Bettina Brokemper, Geschäftsführerin der Produktionsgesellschaft Heimatfilm, sowie Ludwig Ammann, Geschäftsführer von Koolfilm-Filmdistribution. Ihre Entscheidung, den Preis an Andreas Busche zu verleihen, begründeten die Juroren damit, der Autor habe ausgiebig recherchiert, er sei ausgezeichnet informiert, und er werfe zugleich einen analytischen Blick auf seinen Gegenstand. Busche sei jemand, „der Fragen stellt, hin- und herwendet, von vielen Seiten beleuchtet und dabei weder zu voreiligen Schlüssen kommt noch blind für die Dramatik der Situation ist“ (Cristina Nord).

In der Lobrede auf den Preisträger Toby Ashraf betonte Bettina Brokemper, es bedürfe „nicht immer der Autorität eines Feuilleton-Stücks, um grundlegende Fragen kultureller oder künstlerischer Zusammenhänge zu erörtern.“ Ashrafs Text, der in Form eines fiktiven Streitgesprächs verfasst ist, sorge für Lesevergnügen, weil „die Positionen nicht mit dem Florett verteidigt werden, sondern mit dem Hackebeil“. Die Auszeichnung verstehen die Juroren als „Plädoyer für die Wahrung von Lesernähe und ‚Bodenhaftung‘“.

Den zukünftigen Stipendiaten Sven von Reden würdigte die Jury als „Bewerber mit umfassendem, über viele Jahre vertieftem Wissen und neiderregender Seherfahrung, dem es um Aufklärung in der Sache geht.“ Laudator Ludwig Ammann hob hervor: „Es ging nicht um Selbstdarstellung, und schon gar nicht um das zugegeben karge Brot der Filmkritik. Hier sind die vorgeschlagenen Zukunfts-Themen in besten Händen!"

Im Anschluss an die Verkündung der Preisträger stellte Moderator Moritz Holfelder (BR) die Zeitschrift FILMDIENST als Medienpartner des Siegfried Kracauer Preises vor. Die Redaktion des Print-Magazins begrüßt ausdrücklich die Initiative der MFG und wird dem Stipendiaten Sven von Reden im Jahresverlauf kontinuierlich Platz für Texte zur Filmkritik und zur Zukunft des Kinos zur Verfügung stellen. „Mehr Aufmerksamkeit für die Situation der Filmkritik ist in unser aller Interesse“, hieß es in einer Grußbotschaft von Chefredakteur Horst Peter Koll. „Zudem ist es aber auch eine große Freude, dem vorzüglichen Stipendiaten eine publizistische Plattform bieten zu dürfen.“ 

 

V.l.n.r.: Sven von Reden, Toby Ashraf, Prof. Carl Bergengruen, Andreas Busche

 
 
 

 

 

 

9. Juni 2015
Die fünf Nominierten stehen fest. MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen überreicht den Preis am 27. Juni 2015 auf dem 33. Internationalen Filmfest München.

Zum zweiten Mal vergibt die MFG Filmförderung Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Verband der deutschen Filmkritik den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Siegfried Kracauer Preis. MFG-Geschäftsführer Carl Bergengruen wird den Preisträgern die Auszeichnungen am 27. Juni 2015 überreichen. Die festliche Verleihung findet in München in der Black Box des Gasteigs statt.

Die diesjährige Jury besteht aus Cristina Nord, taz-Filmredakteurin und Gewinnerin des Siegfried Kracauer Preises 2013, Bettina Brokemper, Geschäftsführerin der Produktionsgesellschaft Heimatfilm, sowie Ludwig Ammann, Geschäftsführer von Koolfilm-Filmdistribution. Die Juroren küren die Preisträger in den beiden Kategorien „Beste Filmkritik“ und „Stipendium“.

Aus über 100 Einreichungen wählte die Jury nach einer anonymen Auswertung fünf Nominierte für die beste Filmkritik aus. Die Auszeichnung ist mit 3.000 Euro dotiert. Um das Stipendium bewarben sich 23 Filmkritiker/innen. Es umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten und ist mit 12.000 Euro dotiert. Das Stipendium ist an das Erstellen filmkritischer Veröffentlichungen während des Stipendienjahrs gebunden.

Die fünf Nominierten für die „Beste Filmkritik 2015“ sind:

  • Toby Ashraf mit dem Text „Tophilia”, erschienen im Sissy Magazin, Oktober 2014
  • Andreas Busche mit dem Text „Zurück in die Zukunft”, erschienen in epd Film 3.2014
  • Stephan Karkowsky mit dem Hörfunkbeitrag zu „Everything will be fine“, gesendet am 11. Februar 2015 auf RBB Radioeins
  • Verena Lueken mit dem Text „Wem der große Wurf gelungen”, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung am 30. Juli 2014
  • Daniel Nehm mit dem Text „Tanz mir den Rubens”, erschienen in DIE ZEIT 1.2015

Die Preisträger werden bei der Preisverleihung bekannt gegeben.

Die Auslobung des Siegfried Kracauer Preises ist eine Initiative der MFG Filmförderung Baden-Württemberg, um die deutsche Kinolandschaft zu stärken. Die MFG sieht in der Filmkritik einen wichtigen Faktor für den langfristigen Bestand und die Weiterentwicklung einer vielfältigen Kinokultur. Insbesondere die mediale Rezeption und journalistische Rezension von Filmen erzeugt und bereichert jene Öffentlichkeit und Diskurse, die Filmtheater als Orte der Filmkultur bewahren.

Auf der Internetseite www.siegfried-kracauer-preis.de stehen weitere Informationen bereit.

 

 

VdFk und MFG schreiben Siegfried Kracauer Preis 2015 aus

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdfK) und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg schreiben den Siegfried Kracauer Preis für Filmkritik erneut aus. Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung wird während des Filmfests in München verliehen. Der von der MFG gestiftete Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert.

Ab sofort können sich Autor_innen um zwei Auszeichnungen bewerben:

Für den mit € 3.000 dotierten Preis für die Beste Filmkritik und/oder für ein einjähriges Stipendium. Dieses ist mit € 12.000 dotiert und eröffnet dem Preisträger die Möglichkeit, sich in dieser Zeit intensiver Kritikerarbeit und umfassenden Recherchen zu widmen. Das Stipendium knüpft sich an das Verfassen von zwölf ausführlichen Filmkritiken sowie von mindestens drei umfangreichen Essays.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2015 (Eingang beim VdfK). Eine unabhängige Jury, die von der MFG Baden-Württemberg und dem VdfK berufen wird, liest die eingereichten Bewerbungen für die Kategorie Beste Filmkritik des Jahres 2015 in anonymisierter Form. 

Hier finden Sie die Einreichungsmodalitäten .

 

Ansprechpartner:

VdfK e.V.
Dunja Bialas
0179 28 40 279
kracauer@vdfk.de