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ZUM TOD DES VIENNALE-DIREKTORS HANS HURCH (18.12.1952-23.07.2017)

Am Montag erreichte uns die traurige Nachricht vom überraschenden Tod von Hans Hurch in Rom. Der Verband der Deutschen Filmkritik e.V. trauert mit seinen Angehörigen, Freunden, mit dem Team der Viennale und vielen Weggefährten in der internationalen Filmszene.

Der Tod von Hans Hurch ist ein Verlust für uns alle. Wir verneigen uns in der Erinnerung an einen bedeutenden Kurator, Programmmacher und Festivaldirektor, an einen Kritikerkollegen von Rang und an einen wichtigen Impulsgeber weit über Wien hinaus.

 

Auch für seine deutschen Kollegen und den Verband der Deutschen Filmkritik e.V. war Hans Hurch ein kluger Ratgeber und eindrucksvolles Vorbild, vor allem aber ein Freund.

Er zeigte beispielhaft, dass Enthusiasmus für das Kino und Lust an der Debatte Hand in Hand gehen, dass Unterscheidungsvermögen, Klarheit des Urteils und Bereitschaft zum Streit unerlässlich sind, um Standpunkte deutlich zu machen, und das Nachdenken über das Kino weiterzuführen.

 

Wir schätzten Hans Hurch auch als einen harten, aber immer produktiv herausfordernden Kritiker der Filmkritik und des Festivalbetriebs. Er befand in der Position, genau da deutlicher zu werden, als es den allermeisten Kollegen möglich ist. Wenn er an konkreten Beispielen den „Zynismus“ mancher Festivalmacher kritisierte, wenn er zeitgenössische Kritiker als „Sklavenseelen“ und „Parkplatzsherrifs“ kritisierte, war hinter solchen Worten immer die Sehnsucht spürbar nach einer Kritik und nach Filmen, die ein Gegenentwurf und eine Herausforderung für das Bestehende sind.

 

Der vom VdFk 2015 erstmals parallel zur Berlinale veranstalteten „Woche der Kritik“ war Hans Hurch von Anfang an ein in freundschaftlicher Sympathie zugetaner Wegbegleiter. Sehr gern erinnern wir uns an seine Teilnahme bei einem unserer Debatten-Panel 2015 – es ist keinesfalls Zufall, dass es gerade das Thema „Provokation“ unter jenen sieben Leitmotiven war, das Hans Hurch besonderes Interesse weckte.

 

Hans Hurchs Leidenschaft galt immer dem Kino und noch mehr den Menschen, die es ermöglichten.

 

Vorstand und Beirat

 

 

 

 

 

 

Monarch in der Demokratie

Zum Tode des Dokumentarfilmers, Filmkritikers und Festivaldirektors Hans Hurch

Von Rüdiger Suchsland

 

Einprägsam war seine Erscheinung: Groß, kräftig, mit schwarzem, allmählich von ein paar grauen Strähnen durchzogenen Vollbart - seit vielen Jahren war Hans Hurch eine unverwechselbare Figur in der internationalen Filmszene. Oft trug er einen langen schwarzen Mantel, der einer Kutte nicht unähnlich war, und ihn mitunter wie den Jünger eines seltsamen Mönchs-Ordens wirken ließ. Aber wenn es überhaupt eine Religion gab, der Hans Hurch anhing, dann war es der Glaube ans Kino und auch hier war er eher ein Apostat, ein Abtrünniger, einer, der zwar für vieles ein offenes Herz hatte, aber nur die eine Überzeugung: Dass immer das unabhängigste Urteil das beste ist. Skepsis gegenüber festgefahrenen Ansichten, Abneigung gegenüber Schulen, gerade den anerkanntesten, ob sie nun Nouvelle Vague oder Berliner Schule heißen, und die Lust am produktiven Dissens prägten das Gespräch mit ihm. Diese Haltung konnte man erleben, wenn man mit Hurch kurz nach einer Festivalvorführung ein paar Worte wechselte - mehr als zwei, drei Sätze waren es kaum, dann musste er weiter. Aber sie sagten oft alles, und es war ihnen schwer zu widersprechen, manchmal apodiktisch hart, manchmal eher anschmiegend, überzeugen wollend.

 

Aber es war auch nicht weiter schlimm, wenn man die Dinge ganz anders sah, als er. „Ja, wenn Du das so siehst...“ war dann seine tolerante Haltung, wenn er sicher war, dass der andere auch gute Gründe hatte. Nur wenn einer gar nichts dachte, nicht Fisch, nicht Fleisch war, reagierte er unwirsch. Neugier und Unterscheidungsvermögen war es, worauf er Wert legte.

 

Hurchs offene, zugleich von prägnantem, unbestechlichen Urteil bestimmte Herangehensweise kennzeichnete auch das Programm der VIENNALE, der Hans Hurch seit 1997 als Direktor vorstand. Es gab dort viel Kollegialität, aber keine Auswahlkommission - ganz offen stand Hurch dazu, dass er das Programm vollkommen allein entschied: „In der Kunst ist Demokratie fehl am Platz.“ Mit dieser nicht bei allen unumstrittenen Position und seinem Enthusiasmus hatte er großen Erfolg, und machte die Viennale zum wichtigsten europäischen Filmfestival neben den großen A-Festivals, zu einem Ort für die Filmemacher, der unglaublich gastfreundlich und dabei vollkommen unabhängig von allem Taktieren, allem Anbiedern an Branchen- oder Publikumswünsche war.

 

2015 war sein Vertrag noch einmal verlängert worden, bis 2018. Dann sollte endgültig Schluss sein - es reiche dann auch mal, und er wolle noch ein paar andere Dinge machen, versicherte Hurch erst vor ein paar Wochen in Cannes.

 

1952 in Nordösterreich geboren, auf dem Land aufgewachsen, kam Hurch nach Wien, um Kunstgeschichte, Philosophie, Soziologie und Psychologie zu studieren, und um intensiv das Filmmuseum zu besuchen. Seit Mitte der 70er Jahr schrieb er für den „Falter“, wo er eine exzellente Filmredaktion aufbaute, danach drehte er ein paar Dokumentarfilme und arbeitete zweimal auch als Assistent für den von ihm verehrten Jean-Marie Straub. Dann kuratierte er 1995 das Projekt „hundertjahrekino“, das in Österreich vor allem die Filmbildung stark beeinflusste.

 

Aus deutscher Sicht erschien Hans Hurch als typischer Wiener - großzügig und humanistisch im Konkreten, immer an der direkten Begegnung interessiert, dabei zugleich immer bereit zum charmanten Schimpfen, voller Lust am Schmäh und der Provokation, politisch und künstlerisch unerbittlich und oft unbequem in seiner Offenheit. Das konnte man auch in Berlin erleben, wo er die Gründung der unabhängigen „Woche der Kritik“ parallel zur Berlinale unterstützte, und genervt von deutscher Harmonieseligkeit mit seiner Ansicht nicht hinter dem Berg hielt, dass ein gutes Festival nicht „das Publikum als Legitimation für alles nehmen“ dürfe, das die nur in Berlin beliebte Formel vom Publikumsfestival „eigentlich zynisch“ sei. „Supermarkt sozusagen“.

 

Am Sonntag ist Hans Hurch in Rom überraschend an Herzversagen gestorben. Hurchs enthusiastisches Eintreten für das Autorenkino wird hoffentlich nicht nur in der Viennale weiter wirken.

 

Der Text ist eine abgewandelte Form des Nachrufs von Rüdiger Suchsland für die „Berliner Zeitung“. Wir danken dem Autoren für die freundliche Abdruckgenehmigung.

AUSSCHREIBUNG SIEGFRIED KRACAUER PREIS 2017 € FESTIVAL DES DEUTSCHEN FILMS LUDWIGSHAFEN AM RHEIN NEUER PARTNER

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFK), die MFG Filmförderung Baden-Württemberg und die Film- und Medienstiftung NRW schreiben erstmals den insgesamt mit 15.000 Euro dotierten Preis für Filmkritik zusammen mit dem Festival des deutschen Films in Ludwigshafen am Rhein aus, das als zusätzlicher Preispartner gewonnen werden konnte.

 

Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung wird im Rahmen der Preisverleihung des Festivals am 16. September 2017 in Ludwigshafen verliehen.

Ab sofort können sich Autorinnen und Autoren um zwei Auszeichnungen bewerben: den mit 3.000 Euro dotierten Preis für die Beste Filmkritik und um ein einjähriges Stipendium. Dieses Stipendium ist mit 12.000 Euro dotiert und eröffnet der Stipendiatin oder dem Stipendiaten die Möglichkeit, sich in dieser Zeit umfassenden Recherchen für eine Essay-Reihe zum Thema „Zukunft des Kinos“ zu widmen. Das Stipendium wird eine mehrteilige Essayreihe sowie das regelmäßige Schreiben eines Blogs ermöglichen.

Medienpartner für die Publikation der im Rahmen des Stipendiums verfassten Texte ist wieder das renommierte Filmmagazin „FILMDIENST“, das die Essayreihe im neuen Webauftritt www.filmdienst.de veröffentlichen wird. Zusätzlich ist ein eigener Blog eingerichtet.

Bewerbungsschluss ist der 14. Juli 2017 (Eingang beim VdFK). Eine unabhängige Jury, die gemeinsam von den Preispartnern berufen wird, bewertet die eingereichten Bewerbungen für die Kategorie Beste Filmkritik des Jahres 2017, die sie in anonymisierter Form vorgelegt bekommt.

Mit der Verleihung des Siegfried Kracauer Preises verbinden die Preisstifter die Stärkung der Rolle der Kritik in der deutschen Film-, Kino- und Medienlandschaft als einen wichtigen Faktor, um Positionen zu den zukünftigen Herausforderungen bei der Rezeption von Film zu finden. Denn die mediale Präsenz und journalistische Rezension von Filmen schafft jene Öffentlichkeit, die Voraussetzung dafür ist, die Filmtheater als Ort der Unterhaltung und der Kultur zu bewahren und die audiovisuellen Medien nicht nur sich selbst und der Ökonomie zu überlassen. Zudem liefert die Filmkritik Orientierung wie auch Interpretationsansätze und unterstützt die Einordnung in den gesellschaftlichen Rahmen.

Unter der Internetseite http://www.siegfried-kracauer-preis.de stehen weitere Informationen zur Verfügung.

Ansprechpartner VdFK:
VdFK e.V.
Dunja Bialas
0179 28 40 279
kracaur@vdfk.de

Ansprechpartner Film- und Medienstiftung NRW
Tanja Güß
Tel.: 0211-93050-24
presse@filmstiftung.de

MFG Filmförderung Baden-Württemberg
Uwe Rosentreter
+49 (0)711 90715-407
rosentreter@mfg.de

Festival des deutschen Films Ludwigshafen am Rhein
Felix Neunzerling
office@zoommedienfabrik.de

VERANSTALTUNG: DAZU DEN SATAN ZWINGEN (FILM UND DEBATTE)

Datum: Di, 6. Juni 2017,
Uhrzeit: 19 Uhr,
Ort: Akademie der Künste (Black Box) am Pariser Platz

Ein Film wie ein Flugblatt, ein Abend in diesem Geiste!
"Offensiv Experimentell", eine studentische Initiative der HFBK Hamburg, setzt sich kritisch und filmisch mit den Produktionsbedingungen der Film- und Fernsehlandschaft in Deutschland auseinander.
Kommende Woche präsentiert "Offensiv Experimentell" den Kollektiv- und Protestfilm „Dazu den Satan zwingen“ - ein operatives Portrait des Ex-Staatsanwaltes, Filmkritikers und Schauspielers Dietrich Kuhlbrodt.

Im Anschluss: Podiumsgespräch mit Dietrich Kuhlbrodt, Elena Friedrich, Robert Bramkamp, Frédéric Jaeger und Georg Seeßlen.

Die Veranstaltung findet statt in der Reihe "Mitglieder präsentieren". Zwei Preisträgerinnen für den Preis der deutschen Filmkritik 2016 sind an dem Event beteiligt: Die Ehrenpreisträgerin Helke Misselwitz wird die Einführung halten, die Gewinnerin in der Kategorie Kurzfilm, Sarah Drath, übernimmt eine Rolle im Film.

Unterstützt wird die Veranstaltung von der Woche der Kritik Berlin, der HFBK Hamburg und der HAW Hamburg.

Näheres zum Programm finden Sie hier:
Akademie der Künste, Berlin - Programm
Facebook Event: Dazu den Satan zwingen


Eintrittspreis normal: 4 bzw. 6 €


PressevertreterInnen können sich für Freikarten (es gibt ein Kontigent von 20 Karten bisher) direkt an die Presseabteilung der Akademie der Künste wenden: presse@adk.de

 

 

EMAF-MEDIENKUNSTPREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK (VDFK) FüR DAS GESTELL VON PHILIP WIDMANN

Die Jury bestehend aus Ekkehard Knörer (Filmkritiker und Publizist, Berlin), Conny E. Voester (freie Kuratorin und Projektmanagerin, Berlin/Basel) und Insa Wiese (Leiterin der Internationalen Kurzfilmwoche Regensburg) hat auf dem European Media Art Festival den Film "Das Gestell" von Philip Widmann mit dem Medienpreis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet.

Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Ein deutscher Filmemacher geht nach Kyoto und trifft dort auf eine Gruppe japanischer Philosophen, die sich an der Übersetzung von Heideggers Technikphilosophie versuchen. Der Filmemacher beginnt sich selbst mit Heidegger zu befassen. 16mm-Aufnahmen, die er von Wasser und Wald, Stadt und Menschen macht, nehmen Kontakt auf mit Heideggers Biografie und seiner Philosophie. In geschriebener Form, als Untertitel, kommen Notizen zu Geschichte, aber auch die Gedanken der Philosophen ins Bild: der eine Moment, in dem die Philosophen hörbar nach der richtigen Übersetzung für Heideggers Sprache suchen, fällt umso stärker heraus. Wir geben den Preis an Philip Widmans Film "Das Gestell", der eine Begegnung zwischen Wörtern, Welten, zwischen Bildern und Klängen auf kluge, komplexe und indirekte Weise ins Bild setzt.

Vor der Verleihung des mit 1.000 Euro dotierten Preises verlas Conny E. Voester eine Erklärung der Jury. Sie erinnerte an das Schicksal ihrer Kolleginnen und Kollegen, die nicht nur in ihrer Arbeit behindert sondern inhaftiert oder sogar mit dem Tod bedroht werden, wie derzeit etwa in der Türkei. „Wir fordern weiterhin mit Nachdruck die Freilassung von Deniz Yücel sowie aller inhaftierter Journalisten“, sagte Voester unter Applaus bei der Preisverleihung des 30. European Media Art Festivals in Osnabrück.

13. ACHTUNG BERLIN - PREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK FüR VANATOARE

13. ACHTUNG BERLIN - New Berlin Film Award (19. bis 26. April 2017)

Der undotierte Preis des Verbands der deutschen Filmkritik (VdFK) in der Kategorie Bester Spielfilm ging in diesem Jahr an


VANATOARE von Alexandra Balteanu


D 2016,  74 Min / Regie Alexandra Balteanu Darsteller/innen Corina Moise, Iulia Lumânare, Iulia Ciochin, Sergiu Costache, Drago Olaru Buch Xandra Popscu, Alexandra Balteanu Kamera Matan Radin Schnitt Antonella Sarubbi Ton Tobias Mahlstedt Musik Nimrod Gilboa Producer Stanislav Danylyshyn Produktion Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin (dffb)

achtungberlin_vanataore

Jurybegründung:

Das Drama des Lebens undramatisch dargestellt, das zeichnet diesen Film aus. Mit einem genauen Blick hält er ein verbotenes Milieu fest, das am Rande der Gesellschaft angesiedelt ist. Er erklärt nicht, er zeigt mit dokumentarischer Genauigkeit, wie drei Frauen als Sexarbeiterinnen an der Straße versuchen, ihr Überleben zu realisieren. Ein inszenierter Film in realer Umgebung, Dialoge, die Alltagsprache in ihrer Oberflächlichkeit bewusst machen; ein Film, der in seiner unsentimentalen, präzisen Selbstverständlichkeit berührt.

 

Den Trailer zum Film finden Sie hier.

 

 

Eine Lobende Erwähnung erhält:

LASS DEN SOMMER NIE WIEDER KOMMEN (Regie: Alexandre Koberidze)

Jurybegründung:

Dieser Film ist eine Zumutung; eine Attacke auf unsere Sehgewohnheiten; eine Herausforderung. Mit der Handy-Kamera produziert der Regisseur, Drehbuchautor, Kameramann und Cutter Alexandre Koberidze Bilder, wie wir sie so noch nie im Kino gesehen haben, eine neue optische Ästhetik, eine neue Form des Erzählens, die die Zuschauenden zu Beobachtenden macht, die ihren Weg suchen im Dschungel der Bilder. „Lass den Sommer nie wieder kommen“ ist ein im besten Sinne merkwürdiger Film. Und wahrlich Neues Kino.

 



Die diesjährige VdFk-Jury bestand aus Wilfried Reichart, Erika Richter und Sophie Charlotte Rieger.

 

Eine Übersicht aller Preise und Begründungen finden Sie hier.
 

ZUR NEUBESETZUNG DER BERLINALE-DIREKTION: AUSSCHREIBUNG UND FINDUNGSKOMMISSION GEFORDERT

Mit der Berlinale 2019 läuft der Vertrag des aktuellen Berlinale-Direktors aus. In den vergangenen Tagen berichteten Berliner Medien übereinstimmend, zurzeit werde über eine mögliche Neu-Besetzung des Postens verhandelt.

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) begrüßt die Absicht der kulturpolitisch Verantwortlichen zu einem Neuanfang in der Leitung der Berlinale.

Die Neubesetzung der Direktion des wichtigsten deutschen Filmfestivals bietet die seltene Möglichkeit, die Diskussion über die Zukunft der Berlinale zu öffnen. Eine ideale Gelegenheit, durch die Einbeziehung verschiedenster Gruppen, die sich für die Filmkultur in Deutschland und der Welt engagieren, das künstlerische Profil der Berlinale zu schärfen und ihre Verankerung in der internationalen wie nationalen Filmszene zu verbessern.

Daher sollte eine solche Diskussion ohne Zeitdruck und nach einem für die Öffentlichkeit transparenten Verfahren geführt werden.
Zudem wäre es wünschenswert, die Kriterien zu überprüfen, nach denen die Berlinale-Direktion besetzt wird: Ist ihr aktueller Zuschnitt noch zukunftstauglich? Andere Filmfestivals wie Cannes, Venedig oder Locarno zeigen, dass eine Aufteilung der Direktion in eine künstlerische Leitung mit entsprechend cinephiler Bildung und eine Geschäftsführung erfolgsversprechend sein kann.

Die Fragen, was eine gute Berlinale-Direktion ausmacht und worin die Aufgabe einer Institution wie der Berlinale in Zukunft besteht, verdienen eine offene und vielstimmige Diskussion und könnten den handelnden Kulturpolitikerinnen und -politikern wie der kritischen Öffentlichkeit unerwartete Perspektiven aufzeigen. Einer solchen Chance darf man sich nicht ohne Not verschließen.

Daher schlagen wir den Verantwortlichen ein offenes, internationales Ausschreibeverfahren mit nicht zu eng gefassten Eignungskriterien und eine mit Expertinnen und Experten besetzte Findungskommission vor.

Wir erwarten, dass die Beauftrage der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Berliner Senatskanzlei in dieser Frage ihrer Verantwortung gerecht werden.

Vorstand und Beirat des Verbands der deutschen Filmkritik

UNTERSCHRIFTENAKTION GEGEN DIE ENTLASSUNG VON ANKE LIESKE

Die Journalistin, Feuilleton-Redakteurin und Filmkritikerin Anke Lieske (Autorenname Anke Westphal) wurde nach jahrelanger Tätigkeit für die Berliner Zeitung kurzfristig zum Ende der Berlinale entlassen. Die Kölner Dumont-Mediengruppe hat die bestehende Redaktion der Berliner Zeitung durch eine Redaktion ersetzt, die zugleich Berliner Zeitung und Berliner Kurier bedienen soll. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde hochqualifizierten und erfahrenen Redakteurinnen und Redakteuren wie Anke Lieske gekündigt.

Anke Lieskes Beitrag zum Feuilleton und zur Filmberichterstattung in Deutschland ist von besonderem Wert. Ihre reflektierte, kritische und unbestechliche Art über Film zu schreiben, gerade auch über Künstler der ehemaligen DDR, fehlt schon jetzt. Ihre Absetzung ist ein Skandal.

Wir protestieren gegen die de facto Abwicklung des seriösen Journalismus bei der "Berliner Zeitung" , insbesondere gegen das Austrocknen und "Downsizing" des Kulturressorts. Nur seriöser Journalismus verdient Beachtung. Seriöser Journalismus braucht die Unterstützung von Verlagen.

Wir fordern den Verlag Dumont-Schauberg dazu auf, sich dafür einzusetzen, dass Qualitätsjournalismus, insbesondere im Filmressort der Berliner Zeitung, weiterhin gewährleistet wird. Insbesondere fordern wir dazu auf, die nach langjähriger Tätigkeit kurzfristig entlassene Anke Lieske in ihrer Tätigkeit als Filmjournalistin und Redakteurin weiterhin zu unterstützen und unter fairen Bedingungen zu beschäftigen.

Wir rufen den Verlag dazu auf, seine verantwortungsvolle Rolle als Impulsgeber für den gesellschaftlichen Diskurs mit relevanten Texten zu Film und Kino auch in Zukunft tatsächlich wahrzunehmen.

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MAREN ADE, ULRIKE OTTINGER UND HELKE MISSELWITZ MIT PREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK 2016 AUSGEZEICHNET

Filmkritiker küren „Toni Erdmann zum besten Film des Jahres und ehren Dokumentarfilmmacherin und Regisseurin Helke Misselwitz für ihre Verdienste um den deutschen Film

Am Montag verlieh der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) in 12 Kategorien den Preis der deutschen Filmkritik. Der große Gewinner des Abends war Maren Ades „Toni Erdmann“. Die KritikerInnen kürten die Tragikomödie zum besten Spielfilm des Jahres 2016. „Toni Erdmann“ gewann darüber hinaus in den Kategorien Drehbuch (Maren Ade) und Schnitt (Heike Parplies). Als bestes Spielfilmdebüt wurde Jonas Rothlaenders in Lissabon spielendes Psychogramm „Fado“ ausgezeichnet. Zwei Preise gewann Maria Schraders „Vor der Morgenröte“: Josef Hader erhielt für seine Rolle als Stefan Zweig den Preis als bester Darsteller, Bildgestalter Wolfgang Thaler gewann den Preis in der Kategorie beste Kamera. Lilith Stangenberg wurde für ihre Rolle in Nicolette Krebitz’ „Wild“ zur besten Darstellerin des Jahres gekürt. In der Kategorie Musik gewannen Levin Kärcher und Alula Araya mit ihrer Filmmusik zu „Beti und Amare“.

 

„Auf Augenhöhe“ von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf über die Konfrontation eines Zehnjährigen mit seinem kleinwüchsigen Vater wurde zum besten Kinderfilm des Jahres gewählt. Bester Dokumentarfilm 2016 wurde Ulrike Ottingers zwölfstündiger „Chamissos Schatten“, der auf den Spuren Adelbert von Chamissos traumhafte Landschaftsbilder, ethnologische Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen verbindet. „Telefon Santrali“ von Sarah Drath über eine anachronistische Erzählung, die mit Atatürks Ausruf der türkischen Republik endet, wurde zum besten Kurzfilm gewählt. Zum besten Experimentalfilm kürte die deutsche Filmkritik „Havarie“ von Philipp Scheffner, der einen Clip von einem auf dem offenen Meer treibenden bemannten Schlauchboot über die Tonspur zu einer neunzigminütigen Collage zum Flüchtlingsthema gestaltet.

 

Den Ehrenpreis vergaben die Filmkritiker an die aus Zwickau-Planitz stammende Dokumentarfilmmacherin und Regisseurin Helke Misselwitz, die in ihren Filmen die deutsche Geschichte neu perspektiviert. In ihrer Laudatio führten Kuratorin Karola Gramann und Filmwissenschaftlerin Heide Schlüpmann von der Kinothek Asta Nielsen zu ihrem Werk aus: „Was uns auffällt an ihren Filmen, was wir erinnern, ist die getreue Beobachtung, die Anteilnahme an unspektakulärem Alltag, an Lebenswelten, an Orten und den Menschen, die dort anzutreffen sind“.

 

Als einziger deutscher Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird, zeichnet der Preis der deutschen Filmkritik seit 1956 deutsche Filme aus, die nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien bewertet werden, sondern ausschließlich nach künstlerischen. Über die Preisvergabe entscheiden Jurys aus Mitgliedern des Verbandes der deutschen Filmkritik.

Das Pressedossiert mit den Jurybegründungen finden Sie auf hier zum Download.

 

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 Alle Gewinner und Laudatoren Preis der deutschen Filmkritik 2016 (Photo: Manuel Schäfer, manuelschaefer.co)

Lilith Stangenberg nimmt den Preis der deutschen Filmrkritik 2016 als Beste Darstellerin entgegen.

Gewinnerin in der Kategorie Beste Darstellerin: Lilith Stangenberg (Wild) (Photo: Manuel Schäfer, manuelschaefer.co)

Wolfgang Thaler nimmt den Preis der deutschen Filmkritik 2016 für die Beste Kamera entgegen

Gewinner in der Kategorie Beste Kamera: Wolfgang Thaler (Vor der Morgenröte) (Photo: Manuel Schäfer, manuelschaefer.co)

 

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Gewinnerin in der Kategorie Dokumentarfilm: Ulrike Ottinger (Photo: Manuel Schäfer, manuelschaefer.co)

Helke Misselwitz nimmt den Ehrenpreis entgegen

Ehrenpreis 2016 an Helke Misselwitz (Photo: Manuel Schäfer, manuelschaefer.co)

 

GEWINNER 2016

 

Bester Spielfilm

Toni Erdmann (Maren Ade)

 

Bestes Spielfilmdebüt

Fado (Jonas Rothlaender)

 

Beste Darstellerin

Lilith Stangenberg (Wild)

 

Bester Darsteller

Josef Hader (Vor der Morgenröte)

 

Bestes Drehbuch

Maren Ade (Toni Erdmann)

 

Beste Kamera

Wolfgang Thaler (Vor der Morgenröte)

 

Beste Musik

Levin Kärcher, Alula Araya (Beti und Amare)

 

Bester Schnitt

Heike Parplies (Toni Erdmann)

 

Bester Kinderfilm

Auf Augenhöhe (Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf)

 

Bester Dokumentarfilm

Chamissos Schatten (Ulrike Ottinger)

 

Bester Kurzfilm

Telefon Santrali (Sarah Drath)

 

Bester Experimentalfilm

Havarie (Philip Scheffner)

 

Ehrenpreis

Helke Misselwitz

 

 

 

Sponsoren Preis der deutschen Filmkritik 2016

GEDENKEN AN HANS-JOACHIM SCHLEGEL (26.1.1942 LEIPZIG - 30.10.2016 BERLIN)

Auf Bitten unseres Mitglieds Ralf Schenk leiten wir folgende Einladung zum öffentlichen Gedenken an das langjährige VdFk-Mitglied Hans-Joachim Schlegel am 7. Februar in der Deutschen Kinemathek weiter:

Liebe Freunde von Hans-Joachim Schlegel,

wir möchten des am 30. Oktober vergangenen Jahres verstorbenen Freundes gedenken.

Hans-Joachim Schlegel, 1942 in Leipzig geboren, war eine Institution. Sein immenses Wissen über den Film und die Politik Osteuropas, in der geschichtlichen wie in der aktuellen Perspektive, gab der ebenso erfahrene wie polyglotte Publizist, Autor und Berater in vielfältiger Weise an die Öffentlichkeit. Stark im Argument und entschieden in der Eigensinnigkeit hinterließ Hans-Joachim Schlegel überall dort, wo er wirkte, bei Verlagen und Lesern, bei Filmfestivals und Besuchern bleibenden Eindruck – und hinterlässt nun eine riesige Lücke. Seine Bücher, seine Texte werden bleiben, der Mensch aber, für den Sergej Eisenstein seit den Slawistik- und Philosophiestudien Ende der 1960er Jahre zu einer Art Übervater geworden war, er wird fehlen. Auch in der Analyse dessen, was sich im Film Osteuropas künftig tut.

Am Dienstag, dem 7. Februar, zwei Tage vor Beginn der Berlinale,
treffen wir uns um 18 Uhr
im Veranstaltungsraum der Deutschen Kinemathek, Potsdamer Straße 2.

Wir laden Sie dazu ein, sich an einen bemerkenswerten Menschen zu erinnern, der uns allen ein guter Freund war.


Jutta Brückner
Ralf Schenk
sowie die Stiftung Deutsche Kinemathek

NOMINIERUNGEN FüR DEN PREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK 2016

„Toni Erdmann“, „Vor der Morgenröte“ und „Wild“ Favoriten auf den Preis der deutschen Filmkritik 2016 – Ehrenpreis für Helke Misselwitz

Die Filmkritiker haben entschieden:

Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik 2016 stehen fest


Mit sechs Nominierungen geht „Toni Erdmann“ von Maren Ade als Favorit auf die renommierte Auszeichnung ins Rennen. „Vor der Morgenröte“ von Maria Schrader folgt ganz knapp dahinter mit fünf Nominierungen. Weiterhin darf sich Nicolette Krebitz mit „Wild“ über vier Kritiker-Nominierungen freuen. Damit stammen in diesem Jahr alle drei Favoriten-Spielfilme von Regisseurinnen. Die insgesamt 46 Nominierungen in 12 Kategorien verteilen sich auf 27 Filme.


Den diesjährigen Ehrenpreis erhält die 1947 in Zwickau geborene Autorin und Filmregisseurin Helke Misselwitz. Damit wird eine Künstlerin geehrt, die in ihrer knapp 40-jährigen Schaffenszeit in der ihr eigenen Verbindung aus Persönlichem und Politischem, Spiegelungen ost- aber auch westdeutscher Befindlichkeiten geschaffen hat. Wie keine andere bietet sie mit ihrem oft dokumentarischen Werk einen wichtigen künstlerischen und kritischen Blick auf Fragen von Identität und Transnationalität.


Der Verband der deutschen Filmkritik wird die Preise im Rahmen der Berlinale am Montag, 13. Februar 2017, in Anwesenheit der Nominierten verleihen. Der Preis wird in 12 Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorhergehenden Kalenderjahr in den Kinos zu sehen waren.


Der Preis der deutschen Filmkritik wird seit mehr als 60 Jahren verliehen und ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Er richtet sich weder nach wirtschaftlichen, regionalen noch politischen Kriterien, sondern ausschließlich nach künstlerischen.
 

 

EHRENPREIS
Helke Misselwitz
 
BESTER SPIELFILM
Fado (Jonas Rothlaender)
Salt and Fire (Werner Herzog)
Toni Erdmann (Maren Ade)
Vor der Morgenröte (Maria Schrader)
Wild (Nicolette Krebitz)
 
BESTES SPIELFILMDEBÜT
Babai (Visar Morina)
Beti und Amare (Andy Siege)
Der Bunker (Nikias Chryssos)
Fado (Jonas Rothlaender)
Petting Zoo (Micah Magee)
 
BESTER DOKUMENTARFILM
Parchim International (Stefan Eberlein, Manuel Fenn)
Landstück (Volker Koepp)
Chamissos Schatten (Ulrike Ottinger)
Hinter dem Schneesturm (Levin Peter)
And-Ek Ghes (Philip Scheffner, Colorado Velcu)

BESTER KINDERFILM
Auf Augenhöhe (Evi Goldbrunner, Joachim Dollhopf)
König Laurin (Matthias Lang)
Molly Monster – Der Kinofilm (Ted Sieger, Michael Ekblad, Matthias Bruhn)
 
BESTER KURZFILM
Kaputt (Volker Schlecht, Alexander Lahl)
Der Struggle ist real (Britta Wandaogo)
Telefon Santrali (Sarah Drath)
 
BESTER EXPERIMENTALFILM
Copy Complete (Maria Auerbach)
Havarie (Philip Scheffner)
Thunder In My Heart (Carolina Hellsgård)
 
BESTE DARSTELLERIN
Luise Heyer (Fado)
Sandra Hüller (Toni Erdmann)
Julia Jentsch (24 Wochen)
Aenne Schwarz (Vor der Morgenröte)
Lilith Stangenberg (Wild)
 
BESTER DARSTELLER
Anand Batbileg/Tristan Göbel (Tschick)
Georg Friedrich (Wild)
Josef Hader (Vor der Morgenröte)
Eric Kabongo (Willkommen bei den Hartmanns)
Peter Simonischek (Toni Erdmann)
 
BESTES DREHBUCH
Maren Ade (Toni Erdmann)
Lars Hubrich (Tschick)
Maria Schrader, Jan Schomburg (Vor der Morgenröte)
 
BESTE KAMERA
Wolfgang Thaler (Vor der Morgenröte)
Colorado Velcu, Philip Scheffner, Parizan Nistor, Casino Nistor, Mario Ilie, Emporio Ilie, Noami Nistor, Fecioara Velcu, Zefir Chiciu, Jeckichan Velcu, Rata Miclescu, Calil Velcu, Donadoni Miclescu, Bernd Meiners u.a. (And-Ek Ghes)
Reinhold Vorschneider (Wild)

BESTER SCHNITT
Akiz, Philipp Virus, Anna-Kristin Nekarda (Der Nachtmahr)
Bettina Blickwede (Chamissos Schatten)
Heike Parplies (Toni Erdmann)
 
BESTE MUSIK
Levin Kärcher, Alula Araya (Beti und Amare)
Ernst Reijseger (Salt and Fire)
Toni Erdmann (Musikauswahl)

Aufgrund mehrfacher Rückfragen zur Nominierung von "Toni Erdmann" in der Kategorie "Beste Musik" weisen wir darauf hin, dass die Kategorie nicht auf eigene Musikkompositionen beschränkt ist, sondern wie in diesem Jahr geschehen auch die künstlerische Arbeit der Musikauswahl und deren Einsatz im Film gewürdigt werden kann. Die Offenheit der Kategorien beim Preis der deutschen Filmkritik ist uns wichtig. Allerdings möchten wir damit selbstverständlich nicht den Eindruck erwecken, dass wir die Arbeit von Musikkomponisten nicht wertschätzen, sondern im Gegenteil die Bedeutung von Musik im Kino in großer Bandbreite hervorheben.
 

 
Jurybesetzung 2016:
SPIELFILM/EINZELLEISTUNGEN:
Esther Buss (Filmdienst)
Matthias Dell (der Freitag)
Anke Leweke (DeutschlandRadioKultur, Die Zeit)
Julia Teichmann (Filmdienst)
Anke Westphal (Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau)
 
DOKUMENTARFILM:
Knut Elstermann (rbb, MDR, Arte)
Rainer Gansera (Filmdienst)
Martina Knoben (Süddeutsche Zeitung, epd Film)
 
KINDERFILM:
José García (textezumfilm, Die Tagespost)
Reinhard Kleber (Vision Kino, Kinofenster)
Johannes Litschel (Radio Dreyeckland)
 
KURZFILM:
Jennifer Borrmann (ray Filmmagazin, Filmdienst)
Claus Löser (Berliner Zeitung, taz)
Silvia Hallensleben (epd Film, taz, Tagesspiegel)
 
EXPERIMENTALFILM:
Dunja Bialas (artechock.de)
Hannes Brühwiler (critic.de)
Conny Voester (blackbox)

 

 

Sponsoren Preis der deutschen Filmkritik 2016

 

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