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LIMBO ERHäLT VDFK-PREIS BEI ACHTUNG BERLIN

Beim 11. Achtung Berlin Filmfestival hat die Regisseurin für ihren Film Limbo den Preis des Verbands der deutschen Filmkritik erhalten.

VDFK-Jury 2015 mit Anna Sofie Hartmann

Begründung:

"Limbo hat alles, was ein richtig guter Film braucht: Er ist dramaturgisch überraschend, formal irritierend, er lässt Lücken für die Fantasie. Anna Sofie Hartmann erzählt in einem sozial präzis situierten, faszinierenden Setting mit scheinbar minimalistischen Mitteln eine große, tragische Liebesgeschichte. Nichts wird auserklärt, und trotzdem – oder deshalb – ist alles kristallklar. Sogar eine Art Happyend gibt es, und es tut richtig gut weh."

Die dreiköpfige Jury bestand 2015 aus Jürgen Kiontke (l.), Claudia Lenssen (2.v.r.) und Jan Schulz-Ojala (r.). Auf dem Foto ist die Jury mit der Preisträgerin zu sehen.

Weitere Informationen über den Film finden sich bei Achtung Berlin und auf der Facebook-Seite des Films.

Foto: © new berlin film award / Christine Kisorsy

DFFB: OFFENER BRIEF DES VDFK AN DEN REGIERENDEN BüRGERMEISTER VON BERLIN

Stellungnahme des VdFk zu den aktuellen Entwicklungen an der dffb

Berlin, 9. März 1015 

Sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister,
 
mit Erstaunen und zunehmender Sorge beobachtet der Verband der Deutschen Filmkritik die neuesten Entwicklungen an der "Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH" (DFFB).
 
Im Zusammenhang mit der anstehenden Berufung eines neuen DFFB-Direktors soll jetzt ein externer Kandidat an den vorhandenen Bewerbern und dem offiziellen Bewerbungsverfahren vorbei von oben herab, ohne Konzeption und ohne Beteiligung der im Verfahren vorgesehenen Findungskommission installiert werden.
 
Dies ist ein mehr als ungewöhnlicher Schritt, der mit dem Gebot einer demokratischen Institution zu Verfahrensgerechtigkeit so wenig vereinbar ist, wie mit dem legitimen Anspruch aller Beteiligten auf ein ihnen gegenüber faires Verfahren und mit dem Anspruch der Öffentlichkeit auf Transparenz.
 
Die Gründe für diesen Schritt sind bisher nicht bekannt gegeben worden.
 
Bereits Mitte Dezember traten zahlreiche Persönlichkeiten aus dem Film und anderen kulturellen Bereichen - darunter Erika und Ulrich Gregor, Hans Helmut Prinzler, Jutta Brückner, Christian Petzold und Rosa von Praunheim, um hier stellvertretend nur einige wenige besonders bekannte Namen zu nennen - in einer Ihnen gewiss bekannten gemeinsamen Erklärung für eine Konsenslösung bei der anstehenden Besetzung des Direktorenpostens ein, und dafür, diese Besetzung nicht gegen die Dozenten und Studierenden an der DFFB oder an ihnen vorbei vorzunehmen.
Genau dies geschieht leider gerade durch den Vorsitzenden des DFFB-Kuratoriums und Chef der Senatskanzlei, Herrn Björn Böhning.
 
Wir stellen hiermit fest, dass, wie auch Presseberichte der letzten Wochen bestätigen, bei vielen kundigen Beobachtern der Eindruck entsteht, dass Teile des Kuratoriums weder an einer einvernehmlichen Lösung interessiert sind, noch daran, auch nur die Kriterien des selbstgewählten Verfahrens einzuhalten.
Stattdessen scheint es, als solle die DFFB mit Gewalt einseitig in eine industriefreundliche Film-Kaderschmiede verwandelt werden.
Wir stellen ferner fest, dass dieser Eindruck offenbar auch bei Teilen des Kuratoriums herrscht: In der eigenen Pressemitteilung des Senats, die - auch dies ein aus unserer Sicht ungewöhnlicher Vorgang - ohne Absender durch eine im Auftrag des Senats tätige Presseagentur vertrieben wurde, das Kuratorium selbst Erklärungsbedarf für das Verfahren sieht, und Herrn Böhning um Erläuterung bittet.
 
Wir, die Vertretung der Filmkritiker Deutschlands, stellen fest: Der Chef der Senatskanzlei betreibt Schindluder mit dem historischen Erbe der DFFB, und gefährdet mutwillig die Existenz dieser so renommierten wie einmaligen Institution der deutschen Filmkultur.
Der VDFK protestiert gegen die offene Ignoranz gegenüber demokratischen Grundwerten.
 
Wir fordern Sie, sehr geehrter Herr Regierender Bürgermeister, freundlich auf, ein Berufungsverfahren zu garantieren, das von Transparenz, Fairness und Gleichbehandlung aller Bewerber geprägt ist, und das den Charakter, das Selbstverständnis und das historische Erbe der DFFB nicht gefährdet.
 
Der im Augenblick entstehende Eindruck, dass von Seiten des Berliner Senats in laufende Verfahren eingegriffen wird und willkürlich die Bewerbungsmodalitäten geändert werden, beschädigt nicht nur die DFFB und den möglichen zukünftigen Direktor, es würde auch die Berliner Film- und Kulturpolitik als Ganzes nachhaltig Schaden zufügen.
 
Kein Beteiligter, auch nicht der Vorsitzende des Kuratoriums und erst recht kein möglicher Direktor kann ein Interesse daran haben, dass das Vertrauen in die gemeinsame Zusammenarbeit bereits von Beginn an ohne Not derart empfindlich gestört würde.
 
Völlig inakzeptabel wäre es auch, wenn ein inkorrekt durchgeführtes Verfahren mögliche juristische Auseinandersetzungen nach sich ziehen würde.
 
Da die DFFB Eigentum des Landes Berlin ist, tragen Sie, Herr Regierender Bürgermeister, eine besondere Verantwortung für die Zukunft der DFFB wie für die Bewahrung dieser einzigartigen Institution der deutschen Filmlandschaft.
 
Wir fordern Sie dringend auf, dieser Verantwortung gerecht zu werden.
 
Mit freundlichem Gruß
 
Vorstand und Beirat des Verbands der Deutschen Filmkritik (VdFk e.V.)
 
Dunja Bialas
Jennifer Borrmann
Frédéric Jaeger
Peter Kremski
Claus Löser
Jan Schulz-Ojala
Rüdiger Suchsland
Wilfried Reichart
Rudolf Worschech
Dennis Vetter
Florian Vollmers

STELLUNGNAHME ZUR NOVELLIERUNG DES FILMFöRDERUNGSGESETZES 2017

Der Verband der deutschen Filmkritik macht eine Bestandsaufnahme und beschreibt Änderungsbedarf an der Filmförderung.

SIEGFRIED-KRACAUER-PREIS 2015 AUSGESCHRIEBEN

Der Verband der deutschen Filmkritik (VdFk) und die MFG Filmförderung Baden-Württemberg schreiben ihren Preis für Filmkritik erneut aus. Die nach dem herausragenden Filmtheoretiker Siegfried Kracauer benannte Auszeichnung wird während des Filmfests in München verliehen.
Ab sofort können sich Autoren um zwei Auszeichnungen bewerben: den mit € 3.000 dotierten Preis für die Beste Filmkritik und/oder um ein einjähriges Stipendium. Dieses ist mit € 12.000 dotiert und eröffnet dem Preisträger die Möglichkeit, sich in dieser Zeit intensiver Kritikerarbeit und umfassenden Recherchen zu widmen. Das Stipendium knüpft sich an das Verfassen von zwölf ausführlichen Filmkritiken sowie von mindestens drei umfangreichen Essays.

Bewerbungsschluss ist der 15. April 2015 (Eingang beim VdFk). Eine unabhängige Jury, die von der MFG Baden-Württemberg und dem VdFk berufen wird, liest die eingereichten Bewerbungen für die Kategorie Beste Filmkritik des Jahres 2015 in anonymisierter Form.

Hier finden Sie die Einreichungsmodalitäten.

Ansprechpartner:

VdfK e.V.
Dunja Bialas
0179 28 40 279
kracauer@vdfk.de

NEUER VORSTAND UND BEIRAT GEWäHLT

Am Mittwoch, 11.02.2015 hat die Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand und Beirat für den Verband der deutschen Filmkritik gewählt.

Neu in den Vorstand gewählt wurden Jan Schulz-Ojala und Florian Vollmers. Wiedergewählt wurden Dunja Bialas, Frédéric Jaeger und Dennis Vetter.

[UPDATE] Zum 20.03.2015 ist Jan Schulz-Ojala von seiner Vorstandsfunktion aus beruflichen Gründen zurückgetreten.

Die beiden bisherigen Vorstandsmitglieder Jennifer Borrmann und Claus Loeser hatten nicht erneut für den Vorstand kandidiert. Beide bleiben dem Verband als Beiratsmitglieder erhalten.

Wieder in den Beirat gewählt wurden Peter Kremski, Wilfried Reichart, Rüdiger Suchsland und Rudolf Worschech.

PREIS DER DEUTSCHEN FILMKRITIK 2014 VERGEBEN

Berlin, 09.02.2015 – Zeit der Kannibalen wird von Filmkritikern als bester Film 2014 ausgezeichnet. Der Verband der deutschen Filmkritik hat am Montag, 09. Februar 2015, den Preis der deutschen Filmkritik 2014 im Rahmen der Berlinale in 12 Kategorien vergeben. Mit dem Ehrenpreis wurden die Gründer des ehemals unabhängigen Forums, Erika und Ulrich Gregor, ausgezeichnet. Einen Sonderpreis erhielt Heinz Emigholz für den 2014 abgeschlossenen Werkzyklus „Photographie und jenseits“.

Mit fünf Nominierungen galt die filmische Kapitalismuskritik Zeit der Kannibalen von Johannes Naber bereits vorab als Favorit auf den renommierten Kritiker-Filmpreis. Drei Preise durfte das Team mit nach Hause nehmen: Stefan Weigl konnte sich über den Preis der deutschen Filmkritik 2014 in der Kategorie Drehbuch freuen, Sebastian Blomberg nahm den Darstellerpreis für seine Hauptrolle entgegen und Regisseur Johannes Naber erhielt für Zeit der Kannibalen den Preis für den Besten Spielfilm 2014.
 
Dominik Grafs Die geliebten Schwestern wurde mit zwei Preisen geehrt: Editorin Claudia Wolscht erhielt den Preis für den Besten Schnitt und ihre Kollegen Sven Rossenbach und Florian van Volxem nahmen den Preis für die Beste Musik im Spielfilm entgegen.
Über den Preis der deutschen Filmkritik 2014 in der Kategorie Beste Kamera durfte sich Philip Gröning für die Bildgestaltung seines Films Die Frau des Polizisten freuen.
 
Nino Pezzella gewann mit seinem Femminielli, der bereits den Hessischen Filmpreis 2014 holte, den Preis der deutschen Filmkritik in der Kategorie Experimentalfilm. Hans-Dieter Grabes Raimund – Ein Jahr davor zeigte, dass ein Kurzfilm nicht ausschließlich eine Form für Filmanfänger sein muss und durfte sich über den Preis für den Besten Kurzfilm freuen.
 
Im ersten Jahr der Woche der Kritik wurden die Begründer des Internationalen Forums des Jungen Films und des Arsenals für ihre langjährige filmkritische und -historische Arbeit mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. 1964 hatten die beiden in Berlin einmalig parallel zur Berlinale eine Woche der Kritik abgehalten.

Für das beste Spielfilmdebüt wurde Anna Martinetz (Fräulein Else) geehrt. Der Preis für den besten Kinderfilm ging an Neele Leana Vollmar (Rico, Oskar und die Tieferschatten). Als beste Darstellerin wurde Liv Lisa Fries für ihre beiden Rollen in Und morgen Mittag bin ich tot und Staudamm ausgezeichnet. Der Preis für den besten Dokumentarfilm ging an André Schäfer für Deutschboden. Den Sonderpreis der Dokumentarfilmjury erhielt Heinz Emigholz für seinen Werkzyklus „Photographie und jenseits“.
 
Die Preisübergaben fanden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung in der Tube Station in Berlin statt. Wie im vergangenen Jahr führte erneut der renommierte Schauspieler Burghart Klaußner durch die Veranstaltung, zu der mehr als 500 geladene Gäste kamen.
 
Der Preis der deutschen Filmkritik wird jährlich seit mehr als 40 Jahren verliehen und ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Filmkritikern vergeben wird. Er richtet sich nach unabhängigen künstlerischen Kriterien. Die diesjährigen Jurys bestanden aus Jennifer Borrmann, Silvia Hallensleben und Claus Löser für den Kurzfilm; Karola Gramann, und Frédéric Jaeger für den Experimentalfilm; Dunja Bialas, José Garcia, Barbara Lorey de Lacharriere, Josef Lederle und Thomas Rothschild für den Dokumentarfilm; Gabriele Grunwald, Rolf-Rüdiger Hamacher, Katrin Hoffmann, Heidi Strobel und Rochus Wolff für den Kinderfilm und Günter Agde, Bettina Hirsch, Cosima Lutz, Michael Meyns, Ralf Schenk, Rüdiger Suchsland und Holger Twele für die Spielfilmpreise sowie die Einzelleistungen.

Das PRESSEDOSSIER mit den einzelnen Nominierungen, PreisträgerInnen und Begründungen finden Sie hier zum Download.

Bei Interesse an Photos wenden Sie sich bitte an filmpreis (at) vdfk.de

 

 
Die Preise in der Übersicht:

EHRENPREIS – Erika und Ulrich Gregor
Wir würdigen mit unserem Ehrenpreis zwei Persönlichkeiten, bei denen Film und Leben eine seltene Symbiose eingegangen sind. Sehr viele verschiedene Filme in kurzer Zeit zu sehen, sie einzuordnen, sich zu ihnen öffentlich zu positionieren, sie zu fördern, ins Gespräch zu bringen, zu sammeln oder zu zeigen, kann eine ganzheitliche Aufgabe sein. Sie muss es sein, wenn man all dies gleichzeitig tut. Wenn man die Filme und ihre Urheber liebt und sie ernst nimmt. Ein solches filmisch-ganzheitliches Leben führen uns Erika und Ulrich Gregor vor, und das seit 60 Jahren. Ihre Doppelbiografie zeigt uns, was es heißt, sich nicht mit, sondern in der Idee des Kinos zu bewegen. Die Filmemacher nicht als Lieferanten von intellektueller Verschiebemasse wahrzunehmen, sondern als Partner im Geiste. Wir sprechen hier natürlich über die innovativen, mutigen, randständigen, verrückten Filmemacher, über Tarkowski, Jarman, Greenaway, Iosseliani, Tarr und viele andere mehr, die mit Hilfe der Gregors auf ihre Wege gebracht wurden. Wir reden nicht über die Dienstleister des Unterhaltungskinos. Jean-Luc Godard meinte einst, dass man Filme mit einer Ernsthaftigkeit kritisieren muss, als ob man selbst Filme machen würde. Die Gregors haben uns gezeigt, dass man auch Filme zeigen kann, wie man Filme macht. Für diese Vorbildfunktion danken wir und verleihen den Ehrenpreis der deutschen Filmkritik 2014 an Erika und Ulrich Gregor.
 
SONDERPREIS DER DOKUMENTARFILMJURY – Heinz Emigholz für den Werkzyklus „Photographie und jenseits“
Seine Stars sind Häuser, Brücken, Bauwerke; Architektur spielt in fast allen seinen Werken eine Rolle. In immer neuen Anläufen und labyrinthisch verzweigten Serien schichtet er einen Film auf den anderen, ohne sich je Sorgen um die Statik dieses Gesamtkunstwerkes machen zu müssen, da Text, Bild, Film und Reflexion bei ihm unaufhörlich ineinander übergehen.
Schon seine Kurzfilme waren interdisziplinäre Kompositionen, bis ins Detail durchgearbeitete Partituren. Ab Mitte der 1970er-Jahre formen sich dann drei umfangreiche, untereinander dicht verzahnte Werkgruppen aus, die allein in quantitativer Hinsicht immens sind – ihre inhaltliche oder ästhetische Substanz lässt sich erst gar nicht beziffern.
Die Rede ist von Heinz Emigholz, der als Autor, Bildender Künstler, Kameramann, Schauspieler, Hochschullehrer und natürlich als Filmemacher seit mehr als vier Jahrzehnten ein einzigartiges Werk geschaffen hat.
Die Dokumentarfilm-Jury verleiht ihm anlässlich seines Films THE AIRSTRIP just in dem Moment einen Sonderpreis, in dem er zu neuen Ufern aufbricht.
THE AIRSTRIP, der 21. Teil seines „Photografie und jenseits“-Zyklus, wird zum globalen Road Movie, die vormalige Strenge weicht einer fast selbstparodistischen Betrachtung. Mitten im Film setzt überdies ein Videoclip der Band „Kreidler“ ein, bei dem animierte Schnitzel durch eine Flughafen-Wartehalle schweben. Wir reiben uns die Augen ob dieses fast heiteren Hinübergleitens ins digitale Zeitalter.
Bevor wir uns demnächst mit einem neuen „Emigholz“ nach Stoffen von Edgar Allan Poe und Hans Henry Jahnn auseinandersetzen dürfen, ehren wird den „Dokumentaristen“ für sein großartiges Werk. Herzlichen Glückwunsch, lieber Heinz Emigholz, und toi toi toi beim Aufbruch in neue Gefilde. Der Sonderpreis der deutschen Filmkritik 2014 geht an Heinz Emigholz für seinen Werkzyklus „Photographie und jenseits“.
 
EXPERIMENTALFILM – „Femminielli“ von Nino Pezzella
Nominierungen:
EZB 2011-2012 (Sabine Schöbel)
Femminielli (Nino Pezzella)
Semra Ertan (Cana Bilir-Meier)
 
KURZFILM - „Raimund – Ein Jahr davor“ von Hans-Dieter Grabe
Nominierungen:
Raimund – ein Jahr davor (Hans-Dieter Grabe)
Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen (Susann Maria Hempel)
Three Stones for Jean Genet (Frieder Schlaich)
 
KINDERFILM - „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ von Neele Leana Vollmar
Nominierungen:
Lola auf der Erbse (Thomas Heinemann)
Quatsch und die Nasenbärbande von (Veit Helmer)
Rico, Oskar und die Tieferschatten (Neele Leana Vollmar)
 
DOKUMENTARFILM – „Deutschboden“ von André Schäfer
Nominierungen:
The Airstrip – Aufbruch der Moderne, Teil III (Heinz Emigholz)
Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)
Deutschboden (André Schäfer)
In Sarmatien (Volker Koepp)
Pfarrer (Stefan Kolbe und Chris Wright)
 
SPIELFILM: Spielfilm – „Zeit der Kannibalen“ von Johannes Naber
Nominierungen:
Die Frau des Polizisten (Philip Gröning)
Die geliebten Schwestern (Dominik Graf)
Fräulein Else (Anna Martinetz)
Phoenix (Christian Petzold)
Zeit der Kannibalen (Johannes Naber)
 
SPIELFILM: Spielfilmdebüt – „Fräulein Else“ von Anna Martinetz
Nominierungen:
Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher)
Der Samurai (Till Kleinert)
Fräulein Else (Anna Martinetz)
Love Steaks (Jakob Lass)
Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste (Isabel Šuba)
 
SPIELFILM: Drehbuch – Stefan Weigl („Zeit der Kannibalen“)
Nominierungen:
Anna & Dietrich Brüggemann (Kreuzweg)
Philip Gröning (Die Frau des Polizisten)
Stefan Weigl (Zeit der Kannibalen)
 
SPIELFILM: Schnitt – Claudia Wolscht (für „Die geliebten Schwestern“)
Nominierungen:
Anna Martinetz, Heike Parplies (Fräulein Else)
Claudia Wolscht (Die geliebten Schwestern)
Ramon Zürcher (Das merkwürdige Kätzchen)
 
SPIELFILM: Kamera – Philip Gröning („Die Frau des Polizisten“)
Nominierungen:
Philip Gröning (Die Frau des Polizisten)
Alexander Haßkerl (Das merkwürdige Kätzchen)
Pascal Schmit (Zeit der Kannibalen)
 
SPIELFILM: Musik – Sven Rossenbach und Florian van Volxem („Die geliebten Schwestern“)
Nominierungen:
Sven Rossenbach, Florian van Volxem (Die geliebten Schwestern)
Golo Schultz (Love Steaks)
Stefan Will (Phoenix)
 
SPIELFILM: Darstellerin – Liv Lisa Fries (für Lea in „Und morgen Mittag bin ich tot und Laura in „Staudamm“)
Nominierungen:
Alexandra Finder (Die Frau des Polizisten)
Liv Lisa Fries (Und morgen Mittag bin ich tot; Staudamm)
Julia Koschitz (Hin und weg; Bocksprünge; Wir sind die Neuen)
Dagmar Manzel (Stiller Sommer)
Jördis Triebel (Westen)
 
SPIELFILM: Darsteller – Sebastian Blomberg (für Kai Niederländer in „Zeit der Kannibalen“
Nominierungen:
Sebastian Blomberg (Zeit der Kannibalen)
Georg Friedrich (Über-Ich und Du)
Ivo Pietzcker (Jack)
Devid Striesow (Zeit der Kannibalen)
Gert Voss (posthum: Im Labyrinth des Schweigens)

 

 

WOCHE DER KRITIK

Vom 5. bis 12. Februar 2015 findet in Berlin die Woche der Kritik statt.

12.01.2015

Filmkritik wird Programm

Cannes hat sie, Venedig und Locarno haben sie, und 2015 bekommt nun auch Berlin eine Woche der Kritik. Während der Berliner Filmfestspiele zeigen Filmkritiker_innen an sieben Abenden bemerkenswerte internationale Filme, die zugleich Ausgangspunkt für anschließende Diskussionen zu Aspekten von Kino und Filmkritik sind.

„Was andere Festivals längst haben, fehlt in Berlin: Eine Stelle, die nicht Massen von Filmen aufeinandertürmt, sondern 'das Kino' als ganzes anschaut und es in einzelnen Filmen wiederfindet." - Dietrich Brüggemann zur Woche der Kritik.

Zwischen dem 5. und dem 12. Februar 2015 präsentiert die Woche der Kritik an sieben Abenden im Hackesche Höfe Kino internationale Kurz- und Langfilme unterschiedlicher Genres. Die im Anschluss stattfindenden Diskussionen wenden sich an ein breites Publikum, das Lust hat, Kino und seine kulturelle Bedeutung aktiv weiterzudenken.

Die Veranstaltungen sind für Akkreditierte der Berlinale und Mitglieder des VdFk kostenlos.

Auf der Website www.wochederkritik.de werden regelmäßig Neuigkeiten zum Programm und den Gästen sowie Texte zur Woche der Kritik veröffentlicht.

Die Woche der Kritik wird veranstaltet vom Verband der deutschen Filmkritik e.V. in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung e.V.


Lust am Film

„Nur das Kino-Denken und das Kino-Sehen aus seiner Geschichte und aus der Kenntnis seiner Möglichkeiten heraus bestätigt und befördert ein vitales Filmemachen, das klug, experimentell, freudvoll, lebensnah ist." - Dominik Graf zur Woche der Kritik

Die Woche der Kritik schafft zur Berlinale einen Ankerpunkt für alle, die intellektuelle Reflexion mit sinnlicher Lust am Filmerlebnis verbinden. Unterstützt wird sie durch ein Netzwerk internationaler Filmkritiker_innen und Filmschaffender. Darunter finden sich neue Stimmen wie etablierte Akteure. Bei den Diskussionen im Anschluss an die Filmprogramme sind Vertreter_innen kontroverser Positionen eingeladen, das Programm in Frage zu stellen.
Wie sehen wir Filme? Welche Filme wünschen wir uns? Was macht Kino zu Kino?


Auswahl und Filmspektrum

Zwei Ansprüche spielten bei der Filmauswahl eine Rolle: Präsentiert werden sollte mitreißendes, gewagtes, überraschendes Kino, das kulturkritisches Diskussionspotential bietet. Die zehn Filme, die für die erste Ausgabe der Woche der Kritik zusammengestellt wurden, bilden ein breites Themenspektrum ab von AKTIVISMUS, WIDERSTAND und PROVOKATION über GENRE, STATUS und KONTROVERSE bis hin zur programmatischen LUST. Bei allen Werken handelt es sich um aktuelle internationale Filmproduktionen. Independentprojekte, Erstlingsfilme und ein Hochschulbeitrag stehen gleichberechtigt im Programm neben großen Produktionen mit Starbesetzung. Die Filme werden in der Originalversion mit englischen Untertiteln gezeigt.

Für die Auswahl zeichnet ein fünfköpfiges Team verantwortlich: Es setzt sich zusammen aus drei Verfassern des Flugblatts für aktivistische Filmkritik, das im Mai 2014 in Oberhausen lanciert wurde - den Kritiker_innen Dunja Bialas, Frédéric Jaeger und Dennis Vetter -, sowie zwei sich gleichermaßen für ästhetische Experimente und Filmtradition einsetzenden Kritikern, Lukas Foerster (Perlentaucher, taz, Freitag) und Michael Kienzl (critic.de).

Als Weltpremiere konnten wir den neuen Film von Bernard Émond gewinnen. Der gelernte Anthropologe aus Québec war mit seinen ersten beiden Spielfilmen in der Semaine de la Critique in Cannes vertreten und wurde seither mit seinen Werken u. a. nach Locarno und Toronto eingeladen. In dem gerade fertiggestellten Le Journal d'un vieil homme (The Diary of an Old Man) adaptiert er die Tschechow-Novelle „Eine langweilige Geschichte" unaufgeregt als Appell gegen Kulturpessimismus. Ein Film, der den Widerstand als einen Akt der stillen Souveränität verkörpert.

Am anderen Ende des Spektrums steht der neueste Film von Johnnie To, eine rasante romantische Komödie, die nicht nur den Finanzkapitalismus aufs Korn nimmt, sondern auch die Rollenklischees des Genres treffend karikiert. Don't Go Breaking My Heart 2 - der im Double Feature mit dem ersten Teil zu sehen sein wird - ist das selbständig funktionierende Sequel des Franchises aus Hongkong, mit einer großen Riege Superstars und einem Oktopus, der die Zukunft vorhersieht. Seine Premiere feierte der Film im September 2014 in Toronto.


Auf einen Blick:

Veranstaltungsort: Hackesche Höfe Kino, Rosenthaler Straße 40/41, Berlin
Zeitraum: 5. bis 12.02.2015 (täglich außer Montag)
Anfangszeiten: 20:30 Uhr, Sonntag auch 18:00 Uhr
Die Diskussionsveranstaltungen finden in englischer Sprache statt.
Der Preis der deutschen Filmkritik wird am Montag, den 09. Februar 2015, verliehen (Einlass nur mit Einladung)
Für Akkreditierte der Berlinale und VDFK-Mitglieder freier Eintritt (Kontingent)

Save the Date: Die Pressekonferenz zur Woche der Kritik findet am 22. Januar 2015 um 17:30 Uhr im Hackesche Höfe Kino statt.


Kontakt für Presse

presse@wochederkritik.de
Deniz Sertkol
+49 (0)30 440 334 88
Franziska Schuster
+49 (0)30 55 57 97 37


Kontakt Heinrich-Böll-Stiftung

Christian Römer, Referent Kultur und Neue Medien
roemer@boell.de
Tel. +49 (0)30 285 34 - 252



Das Programm auf einen Blick:

  Woche der Kritik 2015, Programm auf einen Blick

PREISE DER DEUTSCHEN FILMKRITIK 2014 - NOMINIERUNGEN STEHEN FEST

"Zeit der Kannibalen" Favorit auf die Preise der deutschen Filmkritik 2014

Die Nominierungen für den Preis der deutschen Filmkritik 2014 stehen fest.
 
Mit fünf Nominierungen ist die kapitalismuskritische Komödie Zeit der Kannibalen von Johannes Naber der Favorit auf den renommierten Filmpreis. Philip Grönings Drama Die Frau des Polizisten folgt ihm mit vier Nominierungen. Mit jeweils drei Nominierungen gehen die Filme von Dominik Graf (Die geliebten Schwestern), Anna Martinetz (Fräulein Else) und Ramon Zürcher (Das merkwürdige Kätzchen) ins Rennen.
 
Der Verband der deutschen Filmkritik wird die Preise im Rahmen der Berlinale am Montag, 09. Februar 2015, in Anwesenheit von Nominierten und Preisträgern verleihen. Der Preis wird in 12 Kategorien an deutsche Filme vergeben, die im vorangehenden Kalenderjahr in den Kinos zu sehen waren. Der Preis der deutschen Filmkritik, der seit 1956 vergeben wird, ist der einzige deutsche Filmpreis, der ausschließlich von Kritikern vergeben wird. Er richtet sich nicht nach wirtschaftlichen, länderspezifischen oder politischen Kriterien, sondern ausschließlich nach künstlerischen.?
 
 
KURZFILM
Raimund – ein Jahr davor (Hans-Dieter Grabe)
Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf, um nicht zu träumen (Susann Maria Hempel)
Three Stones for Jean Genet (Frieder Schlaich)
 
 
EXPERIMENTALFILM
EZB 2011-2012 (Sabine Schöbel)
Femminielli (Nino Pezzella)
Semra Ertan (Cana Bilir-Meier)
 
 
DOKUMENTARFILM
The Airstrip – Aufbruch der Moderne, Teil III (Heinz Emigholz)
Beltracchi – Die Kunst der Fälschung (Arne Birkenstock)
Deutschboden (André Schäfer)
In Sarmatien (Volker Koepp)
Pfarrer (Stefan Kolbe und Chris Wright)
 
 
KINDERFILM
Lola auf der Erbse (Thomas Heinemann)
Quatsch und die Nasenbärbande (Veit Helmer)
Rico, Oskar und die Tieferschatten (Neele Leana Vollmar)
 
 
SPIELFILM
Die Frau des Polizisten (Philip Gröning)
Die geliebten Schwestern (Dominik Graf)
Fräulein Else (Anna Martinetz)
Phoenix (Christian Petzold)
Zeit der Kannibalen (Johannes Naber)
 
 
SPIELFILMDEBUT
Das merkwürdige Kätzchen (Ramon Zürcher)
Der Samurai (Til Kleinert)
Fräulein Else (Anna Martinetz)
Love Steaks (Jakob Lass)
Männer zeigen Filme & Frauen ihre Brüste (Isabel Suba)
 
 
DARSTELLERIN
Alexandra Finder (Die Frau des Polizisten)
Liv Lisa Fries (Und morgen Mittag bin ich tot; Staudamm)
Julia Koschitz (Hin und weg; Bocksprünge; Wir sind die Neuen)
Dagmar Manzel (Stiller Sommer)
Jördis Triebel (Westen)
 
 
DARSTELLER
Sebastian Blomberg (Zeit der Kannibalen)
Georg Friedrich (Über-Ich und Du)
Ivo Pietzcker (Jack)
Devid Striesow (Zeit der Kannibalen)
Gert Voss (posthum für Im Labyrinth des Schweigens)
 
 
SCHNITT
Anna Martinetz, Heike Parplies (Fräulein Else)
Claudia Wolscht (Die geliebten Schwestern)
Ramon Zürcher (Das merkwürdige Kätzchen)
 
 
DREHBUCH
Dietrich & Anna Brüggemann (Kreuzweg)
Philip Gröning & Carola Diekmann (Die Frau des Polizisten)
Stefan Weigl (Zeit der Kannibalen)
 
 
KAMERA
Philip Gröning (Die Frau des Polizisten)
Alexander Haßkerl (Das merkwürdige Kätzchen)
Pascal Schmit (Zeit der Kannibalen)
 
 
MUSIK
Sven Rossenbach, Florian van Volxem (Die geliebten Schwestern)
Golo Schultz (Love Steaks)
Stefan Will (Phoenix)
 



Sponsoren und UnterstützerInnen, Preis der deutschen Filmkritik 2014

TRAUER UM BODO FRüNDT (1945-2014)

Der Filmkritiker und Chefredakteur der Internationalen Münchner Filmwochen GmbH ist am vergangenen Dienstag überraschend verstorben.

Unser Verbandsmitglied Bodo Fründt verfasste Filmkritiken u.a. für den Kölner Stadt-Anzeiger, Die Zeit, die Welt am Sonntag und die Süddeutsche Zeitung.

Zwischen 1978 bis 1982 war er Filmredakteur in der Kulturredaktion des Stern.

Er war Autor und Übersetzer zahlreicher Filmbücher und arbeitete zusätzlich als Autor und Regisseur für Fernsehdokumentationen u.a. für das ZDF, den BR, WDR und NDR.

Darüber hinaus lehrte er an der Hochschule für Fernsehen und Film München und war in verschiedenen Funktionen für deutsche Filmfestivals tätig.

REVOLVER LIVE! #38 - ZUR AKTIVISTISCHEN FILMKRITIK

Freitag, 24.10.2014, Roter Salon, Volksbühne, Berlin

Im Gespräch über aktivistische Filmkritik:

Die FilmkritikerInnen Dunja Bialas, Frédéric Jaeger und Claus Löser mit den Revolver-Herausgebern Christoph Hochhäusler und Nicolas Wackerbarth.

Hier geht's zu den Tickets und mehr Information.

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